Lebensgemeinschaften für Menschen
mit und ohne geistige Behinderungen

Lebens- und Glaubensgemeinschaften

"Jeder, der in der Arche beheimatet sein würde", so betonte Jean Vanier "sollte in dem Glauben verwurzelt bleiben, wachsen und reifen können, der ihn geprägt hat."

Inzwischen sind aus diesen ersten Anfängen weltweit etwa 150 Gemeinschaften mit ganz unterschiedlichem - auch religiösem - Gepräge erwachsen. Und während die einen weiterhin katholisch ausgerichtet sind, gibt es andere, in denen Christen, Hindus, Moslems und Juden ihr Leben teilen und gemeinsam die Feste der einzelnen Religionen feiern.

Dabei wird jedes Glied der Gemeinschaft dazu ermutigt, sein oder ihr geistliches Leben innerhalb der eigenen Religions- oder Konfessionszugehörigkeit zu leben und zu vertiefen. Auch wer keinen bestimmten Glauben hat, wird aufgenommen und in seiner/ihrer Gewissensfreiheit respektiert.

Jede dieser Gemeinschaften aber bekennt sich ganz bewusst zu einer bestimmten Richtung, die ihr religiöses Leben bestimmen soll. Da die Arche in Deutschland und Österreich in einem christlich-ökumenischen Umfeld ihren Ort hat, lebt sie aus diesen Wurzeln und weiß sich darin beheimatet.

Es ist Abend geworden in der Arche. Nun kommen alle, die das gerne wollen, in den Hausgemeinschaften zum Gebet zusammen. Es wird viel gesungen, ein Wunschkonzert auf Zuruf. Danach gibt es einen kurzen Impuls und eine Zeit der Stille. In Tecklenburg ist es Jörg, der darauf achtet, dass diese auch pünktlich wieder zu Ende geht. "Die fünf Minuten Stille sind um", ertönt es dann aus dem ‚Off‘. Darauf folgt das Archegebet, dann nimmt man sich an den Händen und betet das Vaterunser. Mit dem Segen, oft von einem Bewohner oder einer Bewohnerin gesprochen, endet das Abendgebet.

Wie das abendliche Gebet im Tagesverlauf, so haben auch die christlichen Feste im Jahresverlauf in unseren Gemeinschaften ihren festen Platz. Die Fußwaschung, die wir am Gründonnerstag feiern, ist dabei für uns von ganz besonderer Bedeutung. Als Zeichen des Einander-Dienens verbindet sie uns zugleich mit allen anderen Archegemeinschaften weltweit. Daneben aber gibt es auch ganz eigene Rituale und Bräuche, die solche Fest- und Feiertage in den einzelnen Gemeinschaften prägen. In einer von unseren Gemeinschaften pflegt man jeweils am Karfreitag immer zu zweit auf einen Versöhnungsspaziergang zu gehen, wohingegen es in einer anderen schon seit Jahren mit dazu gehört, dass am Ostermontag alle Ehemaligen, Freunde und Nachbarn zum gemeinsamen Osterfeuer eingeladen werden.

Als ökumenische Gemeinschaften pflegen wir auch gute Kontakte zu den verschiedenen benachbarten Gemeinden. Wir nehmen an ihrem gottesdienstlichen Leben teil, das wir von Zeit zu Zeit auch selbst mitgestalten und laden sie unsererseits dazu ein, für uns und mit uns Gottesdienste zu feiern. So bereichert die bunte Vielfalt katholischen, evangelischen und freikirchlichen Gepräges zugleich auch unser gemeinschaftliches Zusammensein.

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