Lebensgemeinschaften für Menschen
mit und ohne geistige Behinderungen

Unterstützung beim Kommunizieren

Um auch mit Menschen, die nicht sprechen können, gut in Kontakt zu kommen, nutzen wir in der Arche die „Unterstützte Kommunikation“. In den vergangenen zwei Jahren haben wir verstärkt Assistentinnen und Assistenten in diesen Kommunikationsmethoden geschult.

Manche Menschen mit geistigen Behinderungen können nicht sprechen oder nur so, dass sie oft nicht richtig verstanden werden. Uns in der Arche ist es aber wichtig, dass alle Arche-Mitglieder, welche Behinderung sie auch haben, sich wohlfühlen und am Leben der Gemeinschaft teilnehmen können. Dazu ist es nötig, dass sie in der Lage sind, über sich Auskunft zu geben und ihre Bedürfnisse und Wünsche ausdrücken zu können.

Nützliche Hilfsmittel

In der Arche nutzen wir dazu die Mittel und Methoden der „Unterstützten Kommunikation“. Das sind zum Beispiel Bild- und Symbolkarten, mit denen Bewohner, die sich nicht lautsprachlich verständigen können, den Assistent/-innen und anderen Menschen ihre Wünsche und Wahrnehmungen mitteilen können. Auch sogenannte Kommunikationstafeln oder einfache Gebärden  helfen bei der Verständigung. Heutzutage bieten zudem elektronische Hilfsmittel gute Unterstützung beim Kommunizieren. Auf dem „Go Talk“ zum Beispiel gibt es eine Anzahl von Symboltasten. Wenn man sie drückt, ist das entsprechende Wort zu hören. Mit einem „Big Mack“ lässt sich ein Text aufsprechen, der von dem/der  Benutzer/in später abgespielt werden kann. Das ist zum Beispiel gut einsetzbar, wenn Bewohner/-innen nach einem Wochenendbesuch von ihren Eltern zurückkehren und im Haus berichten wollen, was sie erlebt haben.

In den vergangenen zwei Jahren haben wir – dank einer Förderung durch die Heidehof Stiftung – ein Programm umsetzen können, bei dem Assistentinnen und Assistenten in den Arche-Gemeinschaften Tecklenburg, Ravensburg und Tirol gezielt in der Anwendung der Methoden der Unterstützten Kommunikation geschult wurden. Dazu gehörte auch das beispielhafte Erarbeiten von Förderplänen für einzelne Bewohner/-innen.

Bildkarten helfen gegen Aggressivität

Zum Teil lässt sich schon jetzt deutlich feststellen, dass sich die Kommunikation mit Menschen mit schweren geistigen Behinderungen verbessert hat und sie mehr am Leben in ihrer Umgebung teilhaben können. So haben sich zum Beispiel in der Arche Tecklenburg die aggressiven Schübe eines Bewohners stark reduziert, da er dank des Einsatzes von Bildkarten seine eigene Kommunikation verbessern konnte und von den Assistentinnen und Assistenten besser verstanden wurde. Auf jeden Fall aber hat sich durch das von der Heidehof Stiftung geförderte Programm das Verständnis für die Notwendigkeit einer guten und funktionierenden Kommunikation und die Befähigung dazu auch und gerade mit spracheingeschränkten Menschen mit geistigen Behinderungen deutlich verbessert. Wir werden auch in Zukunft die dazu nötigen Methoden gezielt vermitteln und weiter verbessern.

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