Arche Solidarität
Menschen mit geistigen Behinderungen in Ländern der Dritten Welt
Es gibt kaum Sozialhilfe und keine Wohngruppen oder Werkstätten mit Sozialpädagog/innen und Erzieher/innen. Wer Glück hat, findet für sein Kind vielleicht einen Platz in einem Krankenhaus, wo geistig behinderte und psychisch kranke Menschen einfach den ganzen Tag in großen Sälen ohne Beschäftigung bleiben.
Manchmal setzen Eltern ihre Kinder mit einer geistigen Behinderung aus Not oder Angst einfach auf der Straße aus. Oder Eltern verstecken ihre behinderten Kinder im Haus, weil sie sich ihrer schämen. In afrikanischen Gesellschaften gilt eine geistige Behinderung nicht selten als Fluch oder „Verhexung“.
In den Arche-Gemeinschaften der Dritten Welt finden solche Kinder wie auch Erwachsene mit geistiger Behinderung ein sicheres Zuhause.
Derzeit gibt es in Afrika fünf Arche-Gemeinschaften, in Lateinamerika neun, in Indien vier sowie in Bangladesh, Syrien, Palästina und auf den Philippinen je eine.
In der weltweiten Familie der Arche helfen die reicheren Gemeinschaften den ärmeren. Von Detuschland und Österreich aus unterstützen wir besonders die Gemeinschaften im englischsprachigen Afrika (Uganda, Simbabwe) und in Indien. Da auch in Polen die staatliche Finanzierung oft nicht ausreichend ist, unterstützen wir auch die polnischen Arche-Gemeinschaften zum Teil mit Spenden.
Finanzierung der Arche-Arbeit
Doch solche staatliche Unterstützung gibt es in vielen Entwicklungsländern nicht. Dort müssen die Gemeinschaften andere Lösungen finden. Viele haben ihre eigenen Werkstätten und versuchen, durch den Verkauf ihrer Produkte den Unterhalt der Gemeinschaft zu sichern. Die Gemeinschaft im indischen Bangalore stellt zum Beispiel Kerzen in ihrer Werkstatt her, die sich sehr gut verkaufen. Auch die Arche in Uganda stellt Kerzen her, die sich gut im Land vermarkten lassen.
Daneben gibt es eine Schmuckwerkstatt, deren Produkte zum Teil in Europa verkauft werden. Eine weitere Einnahmequelle der Arche Uganda ist die Ladenzeile, die aus Spendengeldern gebaut werden konnte. Die Läden sowie die Mietwohnungen über den Läden werden vermietet, was einen guten Beitrag zu den Lebenshaltungskosten der Arche abwirft.
Dennoch braucht die Arche Uganda wie viele andere Arche-Gemeinschaften in ärmeren Ländern weiterhin Unterstützung zur Deckung ihrer laufenden Kosten. Zudem sind für größere Projekte wie der Bau eines neuen Hauses oder die Anschaffung eines Fahrzeuges in der Regel Spenden aus dem Norden erforderlich.
Für weitere Informationen und Anfragen wenden Sie sich gern an Thomas Bastar per E-Mail:
solidaritaet@arche-deutschland.de.
Unterstützen Sie unsere Partnergemeinschaften im Süden:
Arche Deutschland und Österreich e.V.
Kreissparkasse Steinfurt
BLZ: 403 510 60
Konto-Nr.: 3111 3061
Stichwort: ‘Solidarität’



